
Projektpartner: Mekelle University, Tigray Bureau of Culture and Tourism, Frobenius-Institut
Laufzeit: Dezember 2024 – November 2026
Förderung: Gerda Henkel Stiftung
Die Tigray Heritagescapes Restoration Initiative ist ein multidisziplinäres Projekt zum Schutz von Kulturerbestätten in Tigray, Äthiopien, vor den Auswirkungen von Konflikten, Umweltzerstörung und Modernität. Bei dieser Initiative werden fortschrittliche Technologien wie 3D-Modellierung, Fotogrammetrie und geografische Informationssysteme (GIS) mit traditionellen Erhaltungspraktiken kombiniert. Durch die Kombination von wissenschaftlicher Bewertung, Restaurierungsplanung und gemeinschaftlicher Zusammenarbeit zielt das Projekt darauf ab, sowohl die kulturelle Authentizität als auch die strukturelle Widerstandsfähigkeit bei seinen Erhaltungsmaßnahmen zu gewährleisten.
Das Projekt konzentriert sich auf vier wichtige Kulturerbestätten, die aufgrund ihrer kulturellen und historischen Bedeutung sowie ihres unmittelbaren Restaurierungsbedarfs ausgewählt wurden. Das Cluster Nejashi, das für seine alte Moschee und die Amanuel-Kirche bekannt ist, besitzt einen außergewöhnlichen spirituellen und architektonischen Wert. In Agula Town befinden sich Wahrzeichen wie der Palast von Kaiser Yohannes und die Kidane Mihret-Kirche, die aufgrund ihrer historischen Verbindung zum kaiserlichen Erbe von Bedeutung sind. Das Dorf Cheleqot umfasst die Cheleqot-Sillasie-Kirche, die Ruinen des Raesi-Wolde-Sillasie Palastes und umliegende Stätten, die einen Einblick in die Kirchen- und Wohnarchitektur der Region geben. Das Dorf Khuien, das für die Estifanos-Kirche und die traditionellen Hidmo-Häuser bekannt ist, bietet Einblicke in traditionelle tigrayanische Bautechniken und das Gemeinschaftsleben.
Masterstudenten der Universität Mekelle tragen aktiv zu dem Projekt bei, das durch den MSc Thesis Support Fund unterstützt wird. Ihre Forschung umfasst Themenbereiche wie Architekturdokumentation, Sammlung mündlicher Überlieferungen, Engagement der Gemeinschaft bei der Erhaltung und Förderung des digitalen Erbes. Die Studierenden setzen modernste Werkzeuge und interdisziplinäre Methoden ein, um die Kulturerbe-Cluster zu analysieren und nachhaltige Restaurierungsstrategien vorzuschlagen.



