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Erschließung des „Kühne-Nachlasses“ – Kooperation zwischen dem Frobenius-Institut für kulturanthropologische Forschung und der Juniorprofessur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte mit Schwerpunkt Arbeit und Bildung (Otto-Friedrich-Universität Bamberg)

Bild 2 Neue Projekte

 

Projektleiterinnen: Prof. apl. Dr. Susanne Fehlings (Frobenius-Institut) und Prof. Nina Kleinöder (Otto-Friedrich-Universität Bamberg)

Projektlaufzeit: seit 2026

 

 

 

2011 wurde der fotografische Nachlass von Ludwig Franz Rudolf Karl Kühne in das Bild- bzw. Fotoarchiv des Frobenius-Instituts aufgenommen. Ludwig Kühne arbeitete als Vermesser und Ingenieur und schließlich als Bauleiter für die Gutehoffnungshütte (GHH). Im Zuge seiner Berufstätigkeiten war er für die GHH unter anderem in Tsingtao (China) (1903-1905), in Serbien (1909-1910) und in Kamerun (1910-1913) tätig, wo er sowohl die Baustellen, z.B. die Baustelle der berühmten Sanaga-Brücke, als auch das alltägliche Leben und die Menschen vor Ort fotografierte.


Im Rahmen des Projektes sollen in einem ersten Schritt 1.250 (bereits digitalisierte) Fotografien von Kühne zugeordnet, beschrieben und in der Datenbank mit Informationen (Memoiren, Familiendokumenten, Erinnerungen von Familienmitgliedern und Archivmaterialien der GHH und anderen Beständen) verknüpft werden. Auf dieser Erschließung basierend werden dann in einem zweiten Schritt die Bedeutung des Nachlasses für die deutsche Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte in den Kolonien sowie die Verbindungen des Nachlasses mit anderen Nachlässen untersucht. Dies ist wiederum ein wichtiger Schritt zur Sichtbarmachung des Bild-Nachlasses und kann ein Anstoß für weitere und tiefgreifendere Forschung sein, die zukünftig zusammen mit lokalen Partner*innen (z.B. aus Kamerun) durchgeführt werden könnten.