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Biokulturelle Diversität – Interdisziplinäre Erkundungen in Frankfurt/Rhein-Main

Bild 2 Neue Projekte

 

 

Projektkoordination: Dr. Almut Schneider

Laufzeit: seit Februar 2026

Förderung: Adickes-Stiftung

 

 

 

Das Netzwerk Biokulturelle Diversität widmet sich der urbanen biokulturellen Diversität und untersucht, wie biologische und kulturelle Vielfalt in Städten und ihren Randzonen miteinander verflochten sind und sich wechselseitig hervorbringen und verändern. Es bringt Forschende aus Sozial- und Kulturanthropologie, Biologie und Botanik, Archäologie und Archäobotanik, Literatur- und Kulturwissenschaften sowie Biodiversitätsforschung und weiteren angrenzenden Feldern zusammen.

Frankfurt und die Rhein-Main-Region dienen dabei als gemeinsamer Forschungsraum. An konkreten urbanen und peri-urbanen Orten und Materialien – Gärten und Grünflächen, Weiden, Flusslandschaften, Herbarien, Archiven und Sammlungen – wird erprobt, wie unterschiedliche fachliche Perspektiven und Zugänge produktiv miteinander arbeiten können. Dabei interessiert uns, was verschiedene Disziplinen am selben Gegenstand wahrnehmen, wie ihre Wissensformen aufeinander reagieren und welche neuen Fragen und Verbindungen daraus entstehen.

In einer ersten Phase entwickelt das Netzwerk kleinere gemeinsame Pilotprojekte zu urbanen biokulturellen Beziehungen und Dynamiken. Feld- und Archivtage, ethnographische Erkundungsgänge und andere explorative Formate dienen dabei zugleich der Forschung und der Erprobung interdisziplinärer Zusammenarbeit. Aus diesen gemeinsamen Erfahrungen sollen sich zunächst tragfähige Fragestellungen und Formen der Zusammenarbeit entwickeln. Mittel- bis langfristig könnte daraus – sofern sich entsprechende wissenschaftliche Verbindungen und gemeinsame Interessen herausbilden – auch die Grundlage für einen größeren interdisziplinären Forschungsverbund entstehen. Eine solche Perspektive würde von den beteiligten Fächern und Institutionen gemeinsam entwickelt und getragen. Das Frobenius-Institut übernimmt derzeit die Koordination des Netzwerks und unterstützt diesen offenen Entwicklungsprozess.