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Kulturelle Verflechtungen am unteren Guadalquivir. Interagierende RessourcenKulturen und sozio-kultureller Wandel im Süden der iberischen Halbinsel  

                               Projektleitung: Prof. Dr. Martin Bartelheim (Institut für Ur- und Frühgeschichte, Universität Tübingen), Prof. Dr. Roland Hardenberg (Frobenius-Institut an der Goethe Universität)

Projektmitarbeiter: Manuel Respondek, Elene Revert Frances

Laufzeit: Juli 2021 – Juni 2025

Förderung: DFG im Rahmen des SFB 1070 „RessourcenKulturen“

Projektpartner: Universidad de Sevilla, Universidad de Huelva, Parco Minero Riotinto, Deutsches Archäologisches Institut Madrid

Fördervolumen: ca. 470.000 Euro

Das Teilprojekt A 02 des SFB 1070 fokussiert langfristige Entwicklungen von RessourcenKulturen im Süden der Iberischen Halbinsel. Entsprechend dem Gesamtkonzept des Sonderforschungsbereichs (SFB) werden RessourcenKulturen erforscht, die in dieser Region zu bestimmten Zeiten aufeinandertrafen und sich gegenseitig beeinflussten. Die direkte Gegenüberstellung dieser RessourcenKulturen lässt die jeweiligen Eigenheiten deutlicher hervortreten und ermöglicht so ihre genauere Charakterisierung. Gemäß der seit Beginn des SFB 1070 im vorgeschichtlichen Teil des Teilprojektes vorgesehenen diachronen Perspektive werden in der ersten Fallstudie sozio-kulturelle Wechselwirkungen zwischen Lokalbevölkerung und den eingewanderten Phöniziern im spanischen Südwesten am Unterlauf des Guadalquivir und in der anschließenden Region Huelva am Ende der Bronze- und dem Beginn der Eisenzeit untersucht. Im Fokus der zweiten Fallstudie stehen in der Moderne die Wechselwirkungen zwischen der bäuerlich geprägten spanischen Gesellschaft und britischen Montankonzernen, die im ausgehenden 19. und im 20. Jahrhundert die reichen Erzlagerstätten in den Bergen von Huelva nutzten. Beide Fallstudien werden vergleichend die sozialen, ökonomischen und kulturellen Implikationen des Aufeinandertreffens unterschiedlicher Vorstellungen, Praktiken und Dynamiken im Umgang mit Ressourcen beziehungsweise Ressourcenkomplexen in bestimmten Landschaften in den Blick nehmen.