frobenius logo 06 en

Forschung

Der Direktor, der Stellvertretende Direktor und die Wissenschaftlichen Mitarbeiter des Frobenius-Instituts führen eine Reihe von eigenen Forschungen durch. Forschungsgebiete sind zurzeit für den regionalen Bereich Süd- und Zentralasien (Prof. Dr. Roland Hardenberg, Yanti Hölzchen, MA): Religiöse Ressourcen, Ritualökonomie, Bestattungskultur und Werteordnungen; für den regionalen Bereich Melanesien (Prof. Dr. Holger Jebens): Konflikt- und Identitätsforschung, Religionsethnologie und Xenologie für den regionalen Bereich Westafrika (Dr. Richard Kuba): Geschichte Westafrikas, vorkoloniale Handelsnetzwerke, Bildung ethnischer Identitäten sowie Wissenschaftsgeschichte, sowie für Äthiopien (Dr. Sophia Thubauville): Geschlechterforschung, Identität, Migration und Hochschulwesen.

Die Forschungen der aus Eigenmitteln am Institut angestellten Mitarbeiter werden durch die der Wissenschaftlichen Mitarbeiter ergänzt, die im Rahmen von zeitlich befristeten Verträgen tätig sind, für die entsprechende Drittmittel von der DFG, der Volkswagen-Stiftung und anderen Drittmittel-Gebern eingeworben werden. Am Institut werden auf dieser Basis jedes Jahr zahlreiche Forschungsvorhaben durchgeführt.

Mit der Übernahme der Direktion durch Prof. Roland Hardenberg ist unter Einbeziehung der Wissenschaftler des Frobenius-Instituts ein neues langfristiges Forschungskonzept entstanden. Das Thema „Materialität und die ‚Wirkmacht’ der Dinge“, das in den letzten Jahren zunehmend in den Mittelpunkt des ethnologischen Interesses gerückt ist, bietet eine Reihe innovativer Fragestellungen, die über alle regionalen Unterschiede hinweg die verschiedenen Forschungsgebiete der Wissenschaftler im Frobenius-Institut betreffen. In Zukunft werden zu diesen neuen systematischen Fragestellungen vermehrt Forschungsprojekte konzipiert. Gleichzeitig sollen die langfristigen Forschungsvorhaben zum Thema „Kulturelle Aneigungs- und Retraditionalisierungsprozesse im Kontext der Globalisierung“ fortgeführt werden.