Felsbildsammlung für das Weltdokumentenerbe nominiert – Entscheidung fällt in Paris

Das Archiv des Frobenius-Instituts an der Goethe-Universität wurde vom Deutschen Nominierungskomitee für das UNESCO-Weltdokumentenerbe "Memory of the World" nominiert. Die Endauswahl findet in Paris statt. Die Felsbildsammlung des Frobenius-Instituts für kulturanthropologische Forschung an der Goethe-Universität Frankfurt ist bereits jetzt international bekannt. Nach der Einreichung des Vollantrags zur Aufnahme in das Weltdokumentenerbe hat das Deutsche Nominierungskomitee „Memory of the World“ den Vorschlag des Frobenius-Instituts nun auf seiner Sitzung am 28. September 2021 einstimmig auf die Liste der Nominierungen gesetzt.

Nachwuchsförderung: Sommersymposium 2022

2020 CfP Symposium A4 eb

Am 09.-10. Juni 2022 begrüßt das Frobenius-Institut zum 4. Sommersymposium!

Wir laden Master-Studierende, DoktorandInnen und Post-Docs ein, ihre abgeschlossenen oder geplanten Forschungen zu präsentieren. Es werden Vorschläge angenommen für:

 

• Vorträge
• Poster-Präsentationen
• ethnographische Filme

 

Bewerbungsschluss: 31. Januar 2022

Weitere Informationen hier

Willem Church erhält den Frobenius-Forschungsförderungspreis 2021

Die von der Kommission ausgezeichnete Arbeit von Willem Church mit dem Titel „Anticipating Gold: Factional Competition around a Prospective Copper-Gold Mine, Morobe Province, Papua New Guinea“ entstand im Rahmen eines Forschungsprojektes zum Thema „Internationales Kapital und lokale Ungleichheit“, das von der Ethnologin Bettina Beer an der Universität Luzern geleitet und vom Schweizer Nationalfond gefördert wurde. Für seine Studie hat Church in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt 15 Monate ethnologische Feldforschungen in der Morobe-Provinz südlich des Markham River in Papua Neu Guinea durchgeführt. Er konnte hier auf ältere Studien zur Region aufbauen und untersuchte die Auswirkungen eines Bergbauprojektes an einer Kupfer-Gold-Lagerstätte namens Wafi-Golpu auf das soziale Miteinander hier lebender Wampar-Sprecher.

Neue Kooperation mit der FH Frankfurt am Main

Das Frobenius-Institut hat ein neues Memorandum of Understanding mit dem Institut für Migrationsstudien und interkulturelle Kommunikation (IMiK) der Fachhochschule Frankfurt am Main abgeschlossen.

Zu der Kooperation führten gemeinsame Forschungsinteressen, die zurzeit in dem Projekt „On the saf(v)e side: Informelle Wirtschaftsvereinigungen und Zukunftsaspirationen in der äthiopischen Diaspora“ zusammen erforscht werden.

Leihgabe des Frobenius-Instituts im neueröffneten Humboldt Forum

Humboldt_Forum_2021

Am 20. Juli 2021 wurde das neue Humboldt Forum in einem Festakt eröffnet. Seither können die Besucher*innen sechs verschiedene Ausstellungen besichtigen. Seit dem 22. September sind nun auch die Sammlungspräsentationen des Ethnologischen Museum und des Museums für Asiatische Kunst zu sehen. Das Frobenius-Institut hat dem Humboldt-Forum für die Ausstellung "schrecklich schön – Elefant. Mensch. Elfenbein“ ein bedeutendes Werk aus seiner Felsbildsammlung geliehen. Es handelt sich um die Nachzeichnung eines Felsbildes in der Großen Höhle von Cinyati (Südafrika), das 1928 von Maria Weyersberg als Aquarell auf Papier angefertigt wurde. Das Bild, das den Titel "Schreitender Mann mit Elefantenkopf" trägt, wurde mit Unterstützung des Humboldt-Forums im Rahmen der Leihe restauriert.   

Erweiterung des Mittel-Indien-Archivs (MIA)

Nachlass Pfeffer 2021
Aus dem Nachlass von Prof. Dr. Georg Pfeffer (1943-2020), der sich seit den 80er Jahren wie kaum ein anderer Ethnologe für die Dokumentation und Erforschung der indigenen Gesellschaften Ostindiens eingesetzt hat, wurden dem Frobenius-Institut ca. 1200 Dias gestiftet. Diese entstanden über mehrere Jahrzehnte auf den zahlreichen Forschungsreisen von Georg Pfeffer im Hochland von Odisha. Sie ergänzen in einzigartiger Weise das Bildmaterial zur gleichen Region von Hermann Niggemeyer (50er Jahre) sowie Peter Berger, Eva Reichel und Roland Hardenberg (seit 2000). In Zukunft wird es möglich sein, anhand dieser Bildquellen des Mittel-Indien-Archivs (MIA) die Veränderungen der Stammesgesellschaften, insbesondere der Kond und Gadaba, genauer zu erforschen.