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Die Mitglieder des Trägervereins des Frobenius-Instituts

Prof. Dr. Ulrich Braukämper
Prof. Dr. Peter Breunig
Prof. Dr. Mamadou Diawara
Prof. Dr. Christian F. Feest
Prof. Dr. Herrmann R. Jungraithmayr
Prof. Dr. Carola Lentz
Prof. Dr. Mark Münzel
Prof. Dr. Susanne Schröter
Prof. Dr. Bernhard Streck
Prof. Dr. Josef Franz Thiel
Prof. Dr. Katja Werthmann

Das Kuratorium des Frobenius-Instituts

Dr. Albrecht Fester, Kanzler der Goethe-Universität (Kuratoriumsvorsitzender)
Prof. Dr. Roland Hardenberg, Direktor des Frobenius-Instituts
Prof. Dr. Martin Bartelheim, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats
Dr. Eberhard Mayer-Wegelin, Vorsitzender der Frobenius-Gesellschaft
Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt
Frau Anja Steinhofer-Adam, Vertreterin des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende)
Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität

Der wissenschaftliche Beirat des Frobenius-Instituts

Prof. Dr. Martin Bartelheim (Vorsitzender)
Prof. Dr. Peter Berger
Prof. Dr. Andre Gingrich
Prof. Dr. Vinzenz Hediger
PD Dr. Sabine Klocke-Daffa
Prof. Dr. Rüdiger Krause
Prof. Dr. Hartmut Leppin
Prof. em. Dr. Georg Pfeffer
Prof. Dr. Kerstin Pinther
Prof. Dr. Judith Schlehe (stellvertretende Vorsitzende)
Prof. Dr. Eva Spies
Prof. em. Dr. Gerd Spittler

Das Frobenius-Institut

Das Frobenius-Institut ist eine rechtlich eigenständige Forschungseinrichtung an der Goethe-Universität in Frankfurt. Es befasst sich weltweit mit der Erforschung kultureller Diversität und anthropologischen Kongruenzen in Vergangenheit und Gegenwart. Das Frobenius-Institut sieht seine Aufgaben darin, kulturanthropologisches Wissen zu erweitern und über den wissenschaftlichen Dialog einen reflektierten Umgang mit kultureller Differenz zu fördern. Um diese Ziele zu erreichen, führt das Frobenius-Institut regelmäßig empirische Feldforschungen auf der ganzen Welt durch, bearbeitet und erweitert seine umfangreichen Archive und Sammlungen, publiziert über eigene Reihen und die Zeitschrift „Paideuma“ wissenschaftliche Erkenntnisse, fördert eine fundierte Reflexion der Fachgeschichte und kuratiert weltweit Ausstellungen zu einer Vielfalt von Themen. Das Frobenius-Institut setzt sich für einen ethischen Umgang mit Artefakten ein und widmet sich in diesem Zusammenhang auch der Erforschung der Herkunft und Besitzverhältnisse von Objekten.  

Aufgrund der Geschichte des Instituts liegt ein Schwerpunkt der Forschung auf kulturanthropologischen Studien zu Afrika. So führt das Institut seit Jahrzehnten Studien in Äthiopien durch, verfügt über eine einzigartige Sammlung an Felsbildmalereien aus der Sahara und dem südlichen Afrika, betreut ein Fotoarchiv mit ca. 60 000 Aufnahmen aus den Forschungsreisen von Leo Frobenius und veranstaltet Ausstellungen in verschiedenen afrikanischen Ländern. Weitere regionale Schwerpunkte haben sich in den letzten Jahrzehnten ergeben, etwa durch ethnographische Studien in Ozeanien und Südostasien, vor allem zu Prozessen der kulturellen Aneignung, zur kulturellen Fremd- und Selbstwahrnehmung und zu religionsethnologischen Themen. Seit 2017 hat das Frobenius-Institut unter der Leitung von Prof. Dr. Roland Hardenberg seine Forschung auf Süd- und Zentralasien erweitert und befasst sich verstärkt mit der kulturellen Wertschöpfung von religiösen Ressourcen. Für drittmittelgeförderte Projekte bietet das Frobenius-Institut einen geeigneten fachlichen und institutionellen Rahmen für relevante kulturanthropologische Forschungen weltweit.

Neben seinen empirischen Forschungen stellen die umfangreichen Sammlungen und Archive ein Charakteristikum des Institutes dar. Dadurch ergibt sich ein Schwerpunkt auf materielle und visuelle Kultur sowie eine besondere Affinität zu ethnologischen Museen und ihren Fragestellungen. Mit der systematischen Archivierung und Erschließung von ethnologischen Nachlässen verfügt das Frobenius-Institut über eine hervorragende Möglichkeit, die eigene Fachgeschichte anhand von konkretem Text-, Bild- und Objektmaterial mit einer diachronen Perspektive zu verbinden. Die Erschließung, Digitalisierung und Präsentation der Sammlungs- und Archivbestände über Online-Kataloge erreicht breite Nutzerkreise und stellt eine im deutschsprachigen Raum einmalige Informationsinfrastruktur dar.

Mit der wissenschaftlichen Reihe „Studien zur Kulturkunde“ sowie der Fachzeitschrift „Paideuma“ erfüllt das Frobenius-Institut seine Forums- und Diskursfunktion für kulturanthropologische Forschung. Diesem Zweck dient auch die seit 1997/98 jährlich stattfindende Jensen-Gedächtnisvorlesung, zu der namhafte Wissenschaftler*innen aus dem In-und Ausland eingeladen werden. Durch die Unterstützung der Frobenius-Gesellschaft ist es dem Institut möglich, jedes Jahr einen Forschungsförderpreis für herausragende Dissertationen zu verleihen und damit Nachwuchsförderung zu betreiben.

Art rupestre africain: Pressestimmen / Revue de presse

 Presse zoom

 Presse Quotidien

 Presse LeSoleil 1

 Presse LeQuotidien

 Presse Enqute

 Presse APS

https://www.lequotidien.sn/reflexions-mediations-africaines-dans-la-construction-et-la-reappropriation-dun-savoir-ethnologique-un-colloque-international-reunit-des-intellectuels-a-lucad/

https://www.editoweb.eu/senbusinet/COLLOQUE-INTERNATIONAL-SUR-LES-MEDIATIONS-AFRICAINES-Dakar-revisite-les-connaissances-ethnologiques_a798.html

https://senbusinet.com/arts-et-culture/mediations/

https://www.lesoleil.sn/2016-03-22-23-38-25/item/62717-musee-de-l-ifan-a-dakar-une-exposition-revisite-l-art-rupestre-africain.html

https://www.enqueteplus.com/content/colloque-ethnologie-et-mediation-le-s%C3%A9n%C3%A9gal-prend-le-relais

 

 

 

 

 

 

 

Art rupestre africain: Bilder / Images

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Art rupestre africain

Poster Art Rupestreinvitation exposition

 ArtRupestre Dakar

 > Fotos / Photos          

 > Pressestimmen / Revue de Presse

 

Art Rupestre Africain / Felsbilder Afrikas
De la contribution à la découverte d'un patrimoine universel / Afrikas Beitrag zur Entdeckung eines Welterbes

Bereits auf seinen ersten Forschungsreisen im belgischen Kongo (1904-06) und durch Französisch-Westafrika (1907-09) reiste der deutsche Ethnologe Leo Frobenius in Begleitung von Künstlern, die die traditionelle afrikanische Kultur meisterhaft dokumentierten. Ab seiner sechsten Afrika-Expedition 1913 fertigten Künstler, meistens junge Frauen, auch Kopien prähistorischer Felsbilder an. Auf abenteuerlichen Reisen in die zentrale Sahara oder in die Savannen des südlichen Afrika entdeckten und kopierten sie einmalige Kunstwerke, die heute zum Weltkulturerbe gehören. Vor tausenden von Jahren waren sie von Menschen auf Felswände gemalt und geritzt worden, die mit großer Kunstfertigkeit ihren Alltag, ihre Glaubensvorstellungen, ihren Bezug zur Natur und zu den Tieren abbildeten. Später wurden auch Felsbildregionen weltweit dokumentiert: in Spanien, Frankreich, Norditalien und Skandinavien sowie in Indonesien und Australien. Bis zu Frobenius‘ Tod im Jahr 1938 entstand so die weltweit umfangreichste Sammlung mit rund 5.000 Felsbild-Kopien, die sich heute im Frobenius-Institut an der Goethe-Universität Frankfurt am Main befindet. Darunter zahlreiche faszinierende Leinwände in Originalgrößen von bis zu 2,5 x 11 Meter, die das prähistorische Original mit großer Genauigkeit wiedergeben.      
Erst in jüngster Zeit hat man die spektakuläre fast vergessene Geschichte dieser Kopien rekonstruieren können, die in den 1930er Jahren in den meisten europäischen Metropolen  sowie in 32 amerikanischen Städten ausgestellt worden war. Auf gefeierten Ausstellungen waren sie beispielsweise im Berliner Reichstag, im Pariser Trocadéro oder im Museum of Modern Art in New-York zu sehen und beeinflussten Vertreter der künstlerische Avantgarde wie Picasso, Pollock, Klee, Masson, oder Arp.  
Nach den Zweiten Weltkrieg geriet die Sammlung zunächst in Vergessenheit und wurde erst kürzlich wieder öffentlich gezeigt. Die Ausstellung „Kunst der Vorzeit“ im Berliner Martin-Gropius-Bau (21.1. – 16.5.2016) ging nicht nur auf die abenteuerliche Entstehungsgeschichte der Bilder ein und zeigte deren Einfluss auf die moderne Kunst, sie präsentierte auch zahlreiche großformatige Leinwände deren Faszination man sich kaum entziehen konnte.
Die aktuelle Ausstellung in Dakar präsentiert nun eine spektakuläre Auswahl prähistorischer Kunstwerke aus Afrika. Die Originale befinden sich in Nordafrika (Algerien, Libyen, Ägypten) und dem südlichen Afrika (Namibia, Simbabwe, Südafrika) und sind zum Teil über 10 000 Jahre alt. Die Lebenswelten der prähistorischen Künstler sind längst untergegangen und die Bedeutung der Originale ist auch bei Experten umstritten. Nicht strittig ist hingegen ihre ästhetische Kraft, die auch heute noch Künstler bewegt. Der Umgang dieser ältesten Bildwerke der Menschheit mit Linie, Form, Fläche und Dynamik ist von überraschender Modernität und verbindet uns mit unseren entfernten Vorfahren.
So ging es auch den drei zeitgenössischen senegalesischen Künstlern, Abdoulaye Diallo „Le berger de Ngor“, Aichatou Dieng und Saliou Ndionge, die sich von den prähistorischen Schätzen afrikanischer Felskunst, zu eigenen Werken inspirieren ließen. Sie entwickelten eine ausdrucksstarke Bildsprache, die dank ihres Talents, ihrer Sensibilität und ihrer Inspiration zeigt, wie die Kunst über Zeiten und Länder hinweg eine gemeinsame Sprache findet. Alle drei Künstler zeigen exklusiv ihre neuesten Werke, die im Rahmen dieser spannenden Begegnung zwischen den Jahrtausenden einen ganz neuen Blick auf ein uraltes universelles Menschheitserbe eröffnet, ganz im Sinne einer Auferstehung der „Civilisation de l’Universel“ wie sie von Léopold Sédar Senghor gefordert wurde.
Die Doppelausstellung im Musée Théodore Monod de l’IFAN / Cheikh Anta Diop sowie im Goethe-Institut in Dakar (23. März bis 23. April) macht auch auf einen unbekannten Aspekt der Entstehungsgeschichte von Frobenius‘ Felsbildkopien aufmerksam: Mithilfe historischer Fotografien wird auf die ebenso wichtige wie oft verkannte Rolle der afrikanischen Führer, Übersetzer und Hilfskräfte der Felsbildexpeditionen verwiesen, ohne die der Zugang zu den verborgenen Fundpätzen undenkbar gewesen wäre.

Kuratoren / commissaires: Richard Kuba, Hélène Ivanoff (Frobenius-Institut)
und / et Maguèye Kassé (Université Cheikh Anta Diop, Dakar)

 

Die Ausstellung wurde organisiert duch das ANR-DFG-Projekt ANTHROPOS in Zusammenarbeit mit dem Institut Fondamental d'Afrique Noire der der Université Cheikh Anta Diop, dem Musée Théodore Monod d'art Africain-Cheikh Anta Diop sowie dem Goethe-Institut in Dakar /
L'exposition fut organisé par le proget ANR-DFG "ANTROPOS" en coopération avec l'Institut Fondamental d'Afrique Noire de l'Université Cheikh Anta Diop, le Musée Théodore Monod d'art Africain-Cheikh Anta Diop ainsi que l'Institut Goethe de Dakar

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Zur Ausstellung erschien ein Katalog  / Un catalogue acompagne l'exposition :

TitelseiteArt rupestre Africain. De la contribition africaine à la découverte d'un patrimoine universel

Herausgegeben von / Sous la direction de : Richard Kuba, Hélène Ivanoff, Maguèye Kassé

Frankfurt am Main: Frobenius-Institut, 2017

174 Seiten / pages,  97 Abbildungen / illustrations,

ISBN: 978-3-9806506-9-4       

Preis / prix : 5000 FCFA / 12 Euro

Zu beziehen über / obtenir ici :
Musée Théodore Monod /Ch.A.Diop, Place Soweto, Dakar oder / ou
Frobenius-Institut, Norbert Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, T:+40 69 798 33050, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zum Inhaltsverzeichnis / Sommaire

 

Publiziert mit freundlicher Unterstützung der / publié avec l'appui de

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Cultural Research in Northeastern Africa. German Stories and Histories

The foundation of German-Ethiopian relations dates back to cultural research of the 17th century. For over three hundred years, Ethiopia and German-speaking countries enjoyed an unusual relationship built on scholarly and cultural curiosity and mutual affection. In November 2014 the Goethe-Institut in Addis Abeba hosted a symposium on “Cultural Research from Germanophone Countries in Northeastern Africa: Stories and Histories”. German and Ethiopian scholars and intellectuals presented stories and personalities of researchers, theories and experiences of success and failure, illustrated by findings largely unknown to the general public. In April 2015 an exhibition curated by Dr. Wolbert Smidt and in cooperation with Mekelle University and the Frobenius Institute took place at the Goethe Institute Addis Ababa. The rich history of German-Ethiopian Studies was exemplified through the stories of ten exceptional researchers.

Below you can find the handouts of the exhibition:

Abba Gorgoryos

Aleqa Tayee

Enno Littmann

Eike Haberland

Herma Plazikowksy-Brauner

Leo Frobenius

Mohammed Nur

Ruufoo

Werner Munzinger

Wilhelm Schimper

Closing Observations